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Habt ihr euch die Geburt eueres Kindes so schlimmer vorgestellt als sie tatsächlich war?

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Frage von laislabonita528: Habt ihr euch die Geburt eueres Kindes so schlimmer vorgestellt als sie tatsächlich war?
Man sieht ja immer im Fernsehen z.B. bei “Mein Baby” ab und zu ganz heftige Geburten, da schreien die werdenden Mütter wie am Spieß, sind nassgeschwitzt und mann denkt die sterben gleich. Muss ich mir so eine Geburt vorstellen?? Meine Freundin meinte nämlich, das es gar nicht so schlimm ist. Klar, Schmerzen sind schon da doch muss mann da wirklich so schreien?? Da hilft doch eine PDA oder? Stimmt es auch das nach der Geburt die Schmerzen auf einmal wie weggeblasen sind? Würde gerne euere Erfahrungen wissen, auch im Bezug auf einen Kaiserschnitt und die Schmerzen. Danke für euere Antworten, ich hab langsam nämlich schon ganz schönen Bammel vor der Geburt

Beste Antwort:

Answer by zauberhexe83
Also Ich hab mir die geburt meiner Tochter nicht so vorgestellt. Aber jede frau hat ein anderes schmerzempfinden , die eine sagt Huch , das wars schon und die andere würde danach nie wieder ein kind bekommen wollen , zumindest nicht normal.Hat bei mir erst normal angefangen und dann musste plötzlich nach 16 std ein Kaiserschnitt gemacht werden. Kaiserschnitt war der normale Wundschmerz aber dagegen gibt es ja Medikamente.

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17 Responses to “Habt ihr euch die Geburt eueres Kindes so schlimmer vorgestellt als sie tatsächlich war?”
  1. Ach was die im Fernsehen spielen doch sowieso alles nur vor um die Sendung interessant zu machen.

    Natürlich sind da Schmerzen, aber wenn man weiß, dass man danach SEIN EIGENES BABY im Arm halten darf, spürt man sie fast nicht mehr. Allerdings ist es bei jeder anders, denn jede hat einen anderen Körper (Becken, …)

  2. also da sträubt sich bei mir alles wenn ich das immer sehe wenn die da im fernseher schreien wie am spiess ist echt übertrieben ok manche geburt ist schwer aber so zu schreien ist unnormal ich denke mal das die so schreien weil das fernseh dabei ist
    ich habe 6 kinder alle auf natürlichen wege bekommen ohne keiserschnitt also
    und ich hab bei keins so geschrien
    klar tut es weh und es ist anstrengend aber meine hebamme hat immer gesagt das schreien ist garnicht so gut und das baby kann ein hörsturz bekommen naja war wohl mehr oder weniger zur beruhigung
    aber ohne das schreien kann man sich wirklich besser drauf konzentrieren was da eigendlich passiert und der schmerz ist wirklich fast weg wenn das baby erstmal da ist das liegt aber daran weil man sich so freud weil man es ja geschaft hat
    klar kommt der schmerz hinter her noch mal aber nicht so schlimm man kann das alles gut aushalten auch ohne pda

  3. Es kommt ganz drauf an wie es läuft.
    Die Geburten bei “mein Baby” sind sogar eher geschönt, oder wird da berichtet das man seine Körperfunktionen in der Austreibungsphase nicht mehr unter kontrolle hat? (u.a. auch den Stuhlfgang und Urin)
    Eine PDA wird erst ab 3 cm. Muttermund gegeben, da die Medies die man da bekommt die Wehen abschwächen.
    Und jetzt stell dir mal vor du bist 36(!) Stunden unter regelmäßigen wehen und am Muttermund tut sich nichts!
    So ging es mir bei meinem Sohn.

    Irgendwann kann man dann nur noch schreien, um das zu bewältigen.
    Wenn die PDA dann wirkt (das stechen ist auch kein kinkerlitzchen sondern hat schon gewisse risiken).

    Dann ging bei mir alles sehr schnell, aber ja, es ist anstrengend auch mit PDA und auch bei einer PDA Schreit Frau, weil dieser Druck bei den Presswehen den ganzen Körper überwältigt.

    Der Wehenschmerz ist nach der Geburt sofort weg. aber der Geburtskanal ist natürlich schon gewaltig in mitleidenschaft gezogen. Ein Dammriss tut auch schon sehr weh und man hat lange was davon.

    Wehen schmerz ist glaub ich neben Zahnschmerzen der intensivste den ein Mensch spüren kann…

  4. Jede Geburt verläuft anders. Manche Frauen, die man da im TV sieht, sind so Ökotanten und lehnen PDA ab. Klar, hilft das gegen Schmerzen, aber wenn die das nicht wollen – selber schuld.

    Meine Oma hat mal erzählt, wie das war, als sie Kinder gekriegt hat (keine Angst, der Stand der Medizin war damals anscheined deutlich anders…)

    Meine Oma kam in den Kreissaal, weil sie das Fruchtwasser verloren hatte. Das war am Sonntag. Am darauffolgenden Donnerstag (!) ging es erst los. In der Zwischenzeit durfte sie nicht aufstehen, weil das Baby sich sonst eventuell selbst mit der Nabelschnur stranguliert hätte. Meine Oma wollte schon Kaiserschnitt, aber der Arzt hat immer gesagt: “Nein. Ihr Kind kommt ganz natürlich!” Na ja, am Donnerstag ging’s dann los. Die ganze Zeit muss schlimm gewesen sein. Die Schwester meinte immer: “Es geht jeden Augenblick los!” Mein Onkel kam dann eigentlich recht schnell, wenn’s einmal losging. Dann setzte die Schwester eine Nakose. Meine Oma hört noch so gerade, wie der Arzt zur Schwester sagt: “Sagen Sie nicht, da ist noch ein Kind drin?!” Meine Mutter musste dann geholt werden (sie hatte hinter meinem Onkel gelegen und irgendwie hat der Arzt nie den Herzschlag gehört – Ultraschall ging damals noch nicht so toll). Meine Oma wacht auf. Der Arzt sagt: “Raten Sie mal, was sie haben.”
    “Zwillinge”
    “Woher wissen sie das?”
    “Hab ich noch gehört…”
    Dem Arzt war die ganze Sache unheimlich peinlich, der hat sich tausend Mal entschuldigt.
    Ja, damals waren Zwillinge noch eine richtige Seltenheit (und auch, das es ein Päarchen – Junge + Mädchen – war). Das halbe Krankenhaus kam vorbei und wollte ständig die Babies sehen. Die Kinder mussten noch 4 Wochen im Krankenhaus bleiben, weil sie zu dünn waren. Meine Oma kam später nie mit dem Kinderwagen in die Straßenbahn.
    Das war echt eine Horrorgeburt. Aber das ist auch 50 Jahre her. Seitdem hat sich EINIGES getan.

    Mach dir keine Sorgen!

  5. Also ich hatte keine PDA und die Schmerzen waren, na ja, natürlich vorhanden, aber bei weitem nicht so schlimm wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich hab vielleicht zwischendurch mal gestöhnt, aber kein einziges Mal geschrieen ;-)
    Und ein paar Stunden später war die Erinnerung daran schon so verblasst, als wäre es Wochen oder Monate her.

  6. Na ja, was willst du hören? Dass es gar nicht weh tut und schnell geht?

    Keine Geschichte der Welt kann dir sagen, wie DU deine Geburt empfinden wirst.

    Ich hatte keine Vorstellung, was mich erwartet, bei mir war ein Kaiserschnitt geplant, da das Baby zu groß für mein Becken war. Wir wollten paar Wehen abwarten und dan los gehts. So der Plan. Nach einer Stunde war ich 1 cm offen, nach 2. Stunde 2 cm, nach 3. Stunde 3. Danach ging es richtig häftig los… Die haben angefangen einen Kaiserschnitt vorzubereiten, ich sollte meine PDA bekommen. Denkste. Innerhalb von halben Stunde hat sich mein Muttermund von 3 auf 9 cm geöffnet und ich habe Presswehen bekommen. Ich bin paar Minuten vorher noch auf dem Flur gelaufen, konnte vor Schmerzen kaum noch sehen, mir lief das Blut die Beine runter. Sie haben mich schnell in den OP gebracht – aber da war schon zu spät, mit der 4. Wehe kam meine Tochter zu Welt. Auf ganz natürlichem Weg. Unter höllischen Schmerzen und ohne PDA (die ich UNBEDINGT wollte). Innen und aussen richtig viel Gerissen, die müssten viel nähen, ich einige Tage nicht sitzen…

    Wie gesagt, es läuft nicht alles wie man es will. Meine Tochter war innerhalb 4 Stunden auf der Welt, rosig und süß. Ich wollte sie nicht sehen. Ich hatte ein Trauma nach der Geburt und fast ein Monat Babyblues. Es war ein schwieriger Weg zu meinem Kind. Habe lange gebraucht um sie “lieb” zu haben. Kann man kaum beschreiben – und ich verstehe es aus heutigen Sicht auch nicht. Eine natürliche Geburt will ich NIE WIEDER HABEN.

  7. meine mutter hat immer gesagt was reingeht kommt auch wieder raus mach dir da keine sorgen

  8. Ich hatte es mir leichter vorstellt als es in Wirklichkeit dann war.

  9. Das stimmt nach der Geburt hast du keine schmerzen mehr. Meine Schmerzen waren schon da aber nicht so stark. Eher wie wenn man die Periode bekommt. Aber jedem ist das schmerzempfinden anders.Habe 2 Kinder und ich empfand es persönlich nicht so schlimm wie es im TV dargestellt wird. Es ist normal bammel zu haben vor einer Geburt. Jede ist anders. Wünsche dir viel Glück.

  10. Also ich hatte irgendwie auch immer Angst vor der Geburt bzw vor einem Kaiserschnitt. Aber als ich dann die Wehen hatte, war da keine Angst mehr – ich wollte nur noch dass das Baby endlich draussen ist. Und genauso wars bei der zweiten Geburt. Ab dem 8ten bzw 9ten Monat wenn man schon eine kleine Tonne ist will man eigentlich nur noch das Baby endlich im Arm haben und 10kilo leichter sein. Hatte keine leichten Geburten(ohne Schmerzmittel) aber kaum war das Baby im Arm waren schon mehr als die Hälfte der Schmerzen vergessen. Am besten du siehst dir solche Sendungen nicht an, da bekommst du nur Panik und es ist sowieso jede Geburt anders. Also einfach wenn die Wehen angehen den Gedanken fassen: So jetzt gehts endlich los und bald hab ich mein Baby im ARM!

  11. ich hatte es mir einfacher vorgestellt. hatte weder mit einer zangengeburt noch mit einer folge op gerechnet. im laufe der zeit vergisst man aber die schmerzen. im fernsehen wird viel übertrieben. dass du angst hast ist normal, brauchst du aber nicht.

  12. also, ich würde auf der stelle wieder ein kind bekommen…es tut zwar weh, aber man hält es schon aus…wenn du zu starke schmerzen bekommst, kannst du dir immer noch eine pda geben lassen !! ich hätte mein kind gerne auf normalem wege bekommen, aber leider musste ein kaiseschnitt gemacht werden :-(
    die narbe brannte wie sau, da hatte ich wochenlang was von. aber es tut oben wie unten weh, da braucht man sich nix vor zu machen :-D

  13. Meine Tochter war seit 2 Wochen überfällig,ich hatte keine Wehen.Das war 1983 an einem Freitag.Ich bekam ein Wehenmittel,welches aber nach 2 Stunden wieder abgestellt wurde.Die Geburt sollte von selbst losgehen,ging sie aber nicht.War mehrmals am Tag am CTG.Montags bekam ich nochmals dieses Wehenmittel per Infusion.Innerhalb von nur 90 Min waren starke Wehen da,die alle 2 1/2 Min auftraten. Sie waren sogar so stark,daß ich vor lauter Schmerz nicht mehr richtig atmen konnte.Daraufhin brüllte mich die Hebamme an,ich solle gefälligst atmen.Aufgefallen war mir,daß die Hebamme immer an der Infusion rumfummelte,wenn sie jemanden Richtung Kreissaal gehen hörte.Da gab es ein Rädchen,mit dem man die Tropfenfolge verändern konnte.Waren wir alleine, stellte sie 240/Min ein, war ein Arzt da oder eine Kollegin,drehte sie es zurück auf 120! Das konnte nicht gut sein,fragte,was das sollte.Flapsige Antwort war “wir wollen doch heute noch das Baby kriegen”.Anfangs wollte ich keine PDA+trotz manueller Sprengung der Fruchtblase ging nichts und ich war durch die heftigen Wehen völlig am Ende+stimmte einer PDA nach 6 Stunden zu.Man versprach eine weitere, sollte es nötig sein.Daraufhin stellte man den Tropf “offiziell” auf 240 Tropfen ein,die Wehen spürte ich dann nur noch als Druck.Als nach 90 Min die Narkose nachließ,wollte ich eine weitere Dosis haben,welche mir zuerst nicht gegeben wurde,da das Köpfchen schon zu weit unten gewesen war.Man entschloß sich aber dann doch dazu.Dann wurden plötzlich alle sehr hektisch,man deckte mich mit Tüchern ab,erzählte mir aber nicht warum,obwohl ich fragte.Grund waren die Herztöne meines Kindes,die gefährlich absanken.Man mußte nun mit der Saugglocke die Geburt beenden. Das war wieder so eine Sache,denn man setzte diese mehrmals an und holte meine Tochter schließlich beim 4. Versuch heraus.Dann fragte der Arzt plötzlich,”weshalb blutet die Frau so stark?”Der Grund war,daß mit der Saugglocke einen Teil meiner inneren Scheidenwand mitangesaugt hatte,was nicht bemerkt worden war. Mit dem Ruck des Herausziehens wurde ich innerlich aufgerissen,Dammschnitt und nachträglicher Riß waren auch noch zu versorgen.Und später bei der U2 Untersuchung wurde mir gesagt,daß meiner Tochter durch die Geburt das rechte Schlüsselbein gebrochen worden war.Sie konnte sich nicht vollständig drehen, da durch die zu hohe Medikation des Wehenmittels und der Wehendruck aufs Kind sie nicht mehr in der Lage dazu gewesen war.Geburtsdauer alles in allem 10 Stunden,Gewicht 4500 g,56 cm lang.So groß ist ein Kind mit 6 Wochen!
    Bei der Geburt meines zweiten Kindes 1989 (anderes Krankenhaus)wollte ich von Anfang an eine PDA.Ich kam wieder an einem Freitag ins Krankenhaus,mein Sohn war 5 Tage drüber und ich hatte grünes Fruchtwasser. Dort wurde dann kein verfärbtes Fruchtwasser mehr gesichtet,aber ich blieb trotzdem.Ab 21h fingen die Wehen an,alle 15 Min.Die Hebamme machte eine Stunde lang ein CTG,weckte alle 15 Min das Baby mit einer Bimmel und starkem “Bauchgeschubse” auf.Die Hebamme gab mir dann mehrere Medikamente: eine Schlaftablette,ein Schmerzzäpfchen und dann noch was anderes,welches sie mir aber nicht sagte,zu welchem Zweck das nun sein sollte. Da ich verdammt müde und es schon 1:30h morgens war, nahm ich brav alles ein und ging ins Bett.Ich wachte um 3h auf,hatte Herzrasen,an Schlaf war nicht mehr zu denken,Schmerzen hatte ich keine und zitterte am ganzen Leib.Ich war so blöd(ja,ja ich weiß) und ging nicht zur Hebamme.Übers Wochenende war wieder alles in Ordnung,alles war weg und das Baby immer noch nicht geboren.Keiner wollte mich aufklären,welches Medikament dieses Zittern auslöste,bis eine junge Ärztin in die Akte schaute und mir sagte, es wäre Pravidel gewesen!Das war ein Wehenhemmer,welchen man Frauen gab, die vor der 37. Woche Wehen bekamen. Ich fasste das nicht!Montagabend setzten wieder Wehen ein und es gab das gleiche Spiel.Jetzt blieb ich in einem kleinen Zimmer neben dem Kreissaal,hatte ständig schwache Wehen bis zum nächsten Mittag,man gab mir wieder einen Wehentropf.Aber jetzt nicht “im Schuß”,sondern langsam tröpfelnd.Mittags kam eine Hebammenschülerin,bot mir 2 weiße Tabletten an.In weiser Voraussicht fragte ich,welche das waren und sie sagte nur Pravidel.Ich schmiß ihr diese wütend vor die Füße,schrie sie an,sie könne diesen Wehenhemmer alleine fressen.Die war so geschockt,verließ hochroten Kopfes den Raum,ich sah sie nie wieder.Späer bekam ich PDA,die Fruchtblase wurde wieder gesprengt,aber nichts geschah.Zwischen 18+19h drückte die Hebamme ihren Arm auf meinen Bauch,wollte das Baby so herausdrücken,was nicht ging.Erst zusammen mit der Saugglocke ging es.Ich war fix und alle.Geburt dauerte alles in allem 22 Stunden,trotz Wehentropf und Saugglocke,Gewicht 3500g,Länge 56cm.
    Damals konnte man sich noch nicht einen Kaiserschnitt wünschen, denn die Kasse zahlte nur bei medizinischer Indikation,welche bei mir anscheinend bei beiden Geburten nicht gegeben war.

  14. Ich würde gern sagen, nööö, ist wirklich alles halb so wild…
    Aber so einfach ist es leider nicht. Klar, PDA hilft – wenn denn noch Zeit genug ist, eine zu setzen. Und selbst wenn, kurz bevor mit Presswehen zu rechnen ist, wird da der Hahn zugedreht, und die Betäubung lässt nach, damit man die Presswehen auch ausreichend spüren kann um zum richtigen Zeitpunkt zu pressen…
    Meine erste Geburt war ziemlicher Horror. Ich wollte es so, ohne Schmerzmittel, schaffen. Knapp 24 Stunden Wehen, davon 12 richtig heftig, bis ich unter der Androhung, man müsse einen Kaiserschnitt machen, wenn die Geburt nicht bald richtig in Gang käme (weil ich bereits Fruchtwasser verloren hatte), mir doch eine PDA setzen ließ. Mit dieser wand ich mich wenigstens nicht mehr vor Schmerzen, sondern spürte die Wehen nur noch als dumpfen Druck. Ich konnte sogar noch ein bisschen schlafen, was auch bitter Not tat. Und dann kam doch noch alles von allein in die Gänge, und mein Sohn brauchte nur 3 Presswehen, um auf die Welt zu rutschen.

    Bei der 2. Geburt war ich also auf das Schlimmste vorbereitet, als ich in der 42. Woche zur Einleitung der Geburt in die Klinik gesteckt wurde. Und was war? Der Wehencocktail bescherte mir nur einen Nachmittag auf dem Lokus. Also versuchten sie am nächsten Morgen “Priming”. Da wird ein wehenförderndes Gel direkt auf den Muttermund gestrichen. Das fühlte sich etwas kalt an – mehr passierte nicht. Aber am Nachmittag dieses Tages bekam ich Wehen. Und das ziemlich plötzlich. Als ich nach der Schwester klingelte (aufzustehen traute ich mich in dem Moment nicht) und ihr mitteilte, dass ich regelmäßige Wehen in 2-Minuten-Abständen hätte, meinte die nur “keine Panik, wir schauen erstmal” und holte ein CTG-Gerät. Kaum hatte sie es angeschlossen und den Raum wieder verlassen, knallte es. Wie ein Pistolenschuß. Da hab ich tatsächlich noch zum Telefon gegriffen und meinen Mann angerufen, dass es jetzt losgeht, die Fruchtblase sei gerade geplatzt, bevor ich die Schwester wieder rangeklingelt hab. Ich sagte nur, dass die Fruchtblase gerade geplatzt sei, sie warf einen Blick auf das CTG, und brach in Hektik aus. Mich mitsamt CTG aus dem Raum rollen, im Kreißsaal anrufen dass ich komme und den Fahrstuhl rufen war alles eins. Zwanzig Minuten später stürmte mein Mann im Laufschritt in den Kreißsaal, und nochmal 10 Minuten später war mein Kleiner da…

    Na ja, und schön wärs, wenn die Schmerzen hinterher wie weggeblasen wären… Klar, die Wehenschmerzen und der ganze Druck, der durch die Größe und das Gewicht so eines eigentlich fertigen Babies auf einem lastet, das ist natürlich alles weg. Aber “untenrum” bleibt selten alles ganz und gar heil (bei meinem Kleinen hatte ich das Glück!) und selbst dann ist der Geburtskanal doch reichlich überdehnt und ein wenig wund. Die ersten paar Tage ist der Gang zur Toilette keine Kirmes, und das Wiederzusammenziehen der Gebärmutter merkt man auch.

    Und trotzdem: keine Panik! Es ist zwar alles nicht so einfach, und jeder, der sagt dass ein Geburt nicht weh tut, lügt, aber es ist nicht so schlimm, dass man es nicht schaffen kann. Da muss man eben durch.
    Ein Kaiserschnitt ist übrigens nicht unbedingt besser: bei meinem Großen hatte ich eine Kaiserschnittmami mit auf dem Zimmer, die einen Tag vor mir “dran” gewesen war. Als ich mit meinem Sohn nach Hause gehen konnte, und alles, was mich noch zwackte, eine kleine Naht am Damm war, die eigentlich nicht der Rede wert war (ein winziger Riss, 3 Stiche nur), schlurfte sie noch immer mit schmerzverzerrtem Gesicht über den Flur…

  15. Nach der Geburt meiner Tochter sagte ich dass die Geburtsschmerzen etwa so sind als hätte man die Regel-schmerzen die man in den Monaten nicht hatte eben auf einmal nur ca. 100 mal schlimmer :)
    Aber wie gesagt, vergisst man das mit der Zeit wider!
    Das einzige was nicht wusste und auch nirgends gesagt bekommen hab ist das man recht starke Blutungen haben kann nach der Geburt…
    das war mir nicht klar, also besorge dir ein paar gute Binden.

    Alles Gute
    und mach dich nicht verrückt!

  16. Mein Exmann hat damals bei der Geburt meiner ersten Tochter wegen des Geschreis im Neben-Kreißsaal das Krankenhaus verlassen und ist auch bei den Geburten der beiden anderen Kinder nicht mitgekommen.

    Jeder hat ein anderes Schmerzempfinden, jedoch habe ich 3 “stille” Geburten hinter mir, ich hätte keinen Grund gesehen, zu schreien.

  17. die 2. entbindung war schlimmer als ich dachte, daß lag aber daran, daß ich eine einleitung hatte.
    die anderen entbindungen waren alle völlig problemlos und bei weitem nicht so schlimm wie meine befürchtungen.

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